Historie

Der Chorverband im Dreiländereck

Die

Historie

Der stv. Geschäftsführer Wulf Behr stellt die Historie des Sollinger Sängerbundes vor:

Die Zeitungsberichte von Vorarbeiten zum deutschen Sängerfest in Hannover 1924 brachten die Sänger im Solling auf den Gedanken, dass es gut wäre, wenn alle Gesangvereine des Sollings sich zu einem Bunde vereinen würden, um an der Pflege des deutschen Liedes mitzuarbeiten und dadurch die Einigkeit in einen „von Parteigeist zerrissenem Vaterland“ zu wecken.


Der Verein Volpriehausen setzte diesen Gedanken in die Tat um und berief am 14. Juli 1924 eine Zusammenkunft der Gesangvereine und gemischten Chöre des Kirchspiels Volpriehausen in die Gastwirtschaft Anton (Volpriehausen) ein.  Dort sprach Sangesbruder Nolte (Volpriehausen) über Zweck und Ziel der Zusammenkunft. Sämtliche erschienenen Vereine erklärten sich zur gemeinsamen Arbeit bereit.

Es wurde ein Arbeitsausschuss gebildet, bestehend aus den Herren Wulfert (Schlarpe) und Nolte (Volpriehausen), um die anderen Vereine des Sollings zur Mitarbeit aufzufordern.


Am 9. Oktober 1924 fand die erste Zusammenkunft der Gesangvereine des Sollings und der fünf benachbarten hessischen Gemeinden statt. Alle anwesenden Vereine erklärten sich bereit, den Gedanken, einen Solling-Sänger-Bund zu gründen und damit dem Deutschen Sängerbund beizutreten, zu erwägen.


Auf der am 11. November 1924 stattfindenden Versammlung in Schoningen, in der Gastwirtschaft Bertram, erklärten sich nach einer lebhaften Aussprache 17 Vereine bereit, dem Solling-Sänger-Bund, als Untergruppe des Deutschen Sänger-Bundes, beizutreten.


In den Vorstand wurden gewählt:      

  1. Vorsitzender August Nolte   (Volpriehausen)
  2. Vorsitzender Rektor Schulze  (Bodenfelde)
  3. Geschäftsführer Robert Nolte  (Volpriehausen)
  4. Geschäftsführer Karl Blomeyer (Uslar)
  5. Chormeister Dr. Mahrenholz (Adelebsen)
  6. Chormeister Lehrer Etzrodt (Schoningen)

         als Beisitzer: Wilhelm Gans  (Oedelsheim)

         und  August Niemeyer  (Wiensen)

 

Nun galt es, noch „fernstehende“ Vereine für die Sache des Solling-Sänger-Bundes zu gewinnen, doch machten sich in der ersten Zeit politische Strömungen bemerkbar, und der Bund ging auf zwölf Vereine zurück. Am 12. Dezember 1924 berief der Vorsitzende Aug. Nolte eine Vorstands- und Vertretertagung nach Vernawahlshausen ein, um Stellung zu nehmen. Die Aussprache ergab ein einmütiges Zusammenhalten.

Nach kurzer Zeit war die Krise überstanden und neue Vereine meldeten sich zum Solling-Sänger-Bund.

(aus:  Festschrift  > Männergesangverein  „Sängerclub Weserlust“ Bodenfelde, 1926 )

 

Nach Aufforderung an sämtliche  Männer-Gesangvereine des Kreises Uslar sowie der fünf hessischen Gemeinden Arenborn, Heisebeck, Oedelsheim, Lippoldsberg und Vernawahlshausen durch den Männer-Gesangverein „Concordia“ Schlarpe  trafen sich am 12. Oktober 1924 auf dem Küchemann`schen Saal in Allershausen  Vertreter von 20 Vereinen, um den Sollinger Sängerbund zu gründen.

 

Ziel und Zweck des zu gründenden Bundes sollte es sein, die Veranstaltungen seiner Mitgliedsvereine soweit  geldlich zu unterstützen, dass die Vereine zur Deckung ihrer Unkosten nicht auf das Tanzgeld angewiesen sind. Aus den Sängerfesten sollten Gesangsfeste werden.

Besonderer Wert  sollte auf das Wertungssingen gelegt werden, welches nicht nach alter Form als Wettsingen stattfinden sollte und große Unzufriedenheit unter den Vereinen hervorgerufen hatte. Ein Preisrichterkollegium sollte jeden Verein eine Kritik seiner Leistung schriftlich zustellen, woraus er ersehen kann, wo er seine "verbessernde" Arbeit einzusetzen hat.

(aus:  5. Bundessängerfest in Schoningen 1960) und: Ansprache des Kreis-Oberamtmannes Nolte anlässlich des Kommers zum Bundessängerfest 1960)

 

Im Sommer 1925 wurden 2 Feste innerhalb des Bundes gefeiert, und zwar in Offensen und in Schlarpe.

 

Am 14. Oktober 1925 fand die erste Bundestagung in Bodenfelde statt. Hier waren am Vormittag 120 Sänger und Chormeister anwesend, zu denen am Nachmittag noch 100 hinzukamen, so das ein Massenchor von über 250 Sängern am Kriegerdenkmal singen konnten.

Der Vorstand wurde auf dieser Tagung einstimmig wieder gewählt. Neu hinzu wurden gewählt: Dr. Heller (Adelebsen) und Wilhelm Kerl II (Delliehausen) als Beisitzer, sowie der Lehrer Lattmann aus Offensen. Er löste als Chormeister den ausscheidenden Dr. Mahrenholz ab.

 

Am 11.Juli 1926  feierte der Männergesangverein „Sängerclub Weserlust“ Bodenfelde das erste Bundesfest des Sollingbundes, welches mit der Fahnenweihe des Vereins verbunden war. An dem (ersten) Wertungssingen (des Sängerbundes) auf diesem Fest nahmen 21 Männerchöre und vier gemischte Chöre teil.

Bei der ersten Zusammenkunft 1924 in Volpriehausen  waren es  6 Vereine, die sich zusammenfanden;  1926  zählte der Bund 26 Vereine mit rund 1000 Sängerinnen und Sängern.

(weiter aus: Festschrift Männergesangverein „Sängerclub Weserlust“ Bodenfelde, 1926)

 

Waren die bisher durchgeführten Wertungssingen Wettsingen der einzelnen (erschienenen) Vereine, sollte jetzt ein Preisrichterkollegium jedem Verein seine Kritik über die vorgetragene Leistung schriftlich  zustellen. Denn die nach dem Singen vorgetragene öffentliche Kritik gab viel  Grund zur Klage und  wurde bald wieder abgeschafft.

Seit 1929 nannte man diese Form des Singens „Kritiksingen“. Kritiker waren damals Hans Heinrichs und Wilhelm Bein, beide aus Hannover.

 

Am 28. April 1929 trafen sich die „Bundesvereine“ zu einem „Kritiksingen““ in Schoningen. Von  28 angeschlossenen Vereinen waren 17 Vereine zum friedlichen Sängerwettstreit erschienen.  Von allen beteiligten Chören wurden ein Pflichtlied und ein selbst gewähltes Lied gesungen. Im Anschluss an das Singen fand vor Sängern  und Chormeistern die allgemeine Kritik vom „Kritikrichter“ Chormeister Herrn Heinrichs statt.

( Zeitungsabschnitt aus 1929)

Sängerfest in den 30er Jahren:

1930 fand in Güntersen ein Bundessängerfest statt.

 

Auf dem Bundestag in Offensen am 6. Dezember 1930 übernahm Lehrer Teggenthin aus Wiensen das Amt des 1. Vorsitzenden. Der bisherige Vorsitzenden August Nolte hatte sich durch äußere Umstände veranlasst gesehen, sein Amt niederzulegen. Teggenthin  behielt dieses Amt bis 1945.


1. Vorsitzender wurde Rektor Schulze (Bodenfelde), 1. Geschäftsführer wurde Bahnhofsvorsteher Schulz aus Adelebsen, der Oberamtmann Nolte ablöste, welcher nach Northeim verzogen war. 2. Geschäftsführer wurde Malermeister Carras, ebenfalls aus Adelebsen. Bundeschormeister blieb Lehrer Lattmann.


Am Sonntag, den 26. April 1931 hielt der Solling-Sängerbund, der Mitglied des Verbandes Niedersächsischer Männergesangvereine und des deutschen Sängerbundes war, sein 2. (?!) Wertungssingen in Adelebsen ab. Fast vollzählig versammelten sich die Vereine des Bundes auf dem großen Saal der Busch`schen Gastwirtschaft. Nach dem Singen fand eine Besprechung der Darbietungen durch Herrn Oberstudienrat Hans Heinrichs (Hannover) statt. In seiner „taktvollen“ Weise machte er auf Fehler und Mängel aufmerksam und fand anerkennende Worte für den „Eifer“, den die einzelnen Vereine gezeigt hatten. Anschließend sangen die „Massenchöre“ auf dem Marktplatz vor dem Ratskeller  unter der Leitung des Bundeschormeisters Lattmann. Die Schlussworte dieser Veranstaltung sprach der Bundesvorsitzende Teggenthin.

( Zeitungsausschnitt April 1931)


Das 7. Stiftungsfest des Solling-Sängerbundes fand im Juli 1931 statt. Es war verbunden mit dem  50-jährigen Bestehen des Männergesangvereins „Arminia“ Gierswalde.


Im Dezember des gleichen Jahres wurde in Schlarpe die Bundestagung durchgeführt. Um 7 Uhr abends konnte der Bundesvorsitzende Teggenthin den Bundestag eröffnen, zu dem alle Vereine Vertreter  entsandt hatten.

 

Wurde die Vereinigung der Sollinger Chöre bis zum Jahre 1931 Solling-Sängerbund genannt, heißt es ab 1932 infolge der Umorganisation des D.S.B. (Deutscher Sänger Bund) „Gau-Solling-Bund“, der sich von Dassel bis Dransfeld und von der Weser bis Volpriehausen/Schlarpe erstreckte.

 

Der Solling-Bund  wurde in vier Gruppen unterteilt (Gruppe Adelebsen, Dassel, Uslar  und Bodenfelde).  Zur Gruppe Adelebsen (Südgau) gehörten beide Adelebsen Vereine, Barterode, Güntersen, Oedelsheim, Offensen, Ossenfeld und Verliehausen.  Zur Gruppe Uslar (Nordgau) gehörten die Vereine Bodenfelde, Bollensen, Dassel, Gierswalde, Schlarpe, Vernawahlshausen, Uslar und Wiensen.


Einen Einschnitt bedeutete das Jahre 1933, in dem Bevormundungen hinsichtlich der Führung und in gesanglichen Betätigungen das Leben im Bund und Vereinen gehemmt wurde.

Die Männergesangvereine wurden im Zuge der Gleichschaltung gezwungen, das Führerprinzip in das Vereinsleben einzuführen, d.h. der Verein konnte seinen "Vereinsführer" vorschlagen, aber der "Kreisführer" (Gauführer) hatte ihn zu bestätigen und zu berufen.

Innerhalb des Deutschen Reiches wurde die Organisation der Gesangvereine nach dem gleichen Prinzip geordnet. Dem musste sich auch der Solling-Sänger-Bund fügen. Die ihm angeschlossenen Vereine gingen  im Deutschen Sängerbund auf (wie oben bereits erwähnt). Der  1.Vorsitzende des Solling-Sänger-Bundes wurde Kreisführer des Gau-Solling-Bundes, genauer des  Kreises 20 - Solling - im Gau VI  - Niedersachsen - des Deutschen Sängerbundes.


Der Vereinsführer übernimmt mit seiner Wahl die alleinige Verantwortung für das Wohl und Wehe des Vereins gegenüber den Vereinsmitgliedern und der Gau- und Bundesleitung. Der Vereinsführer wird gehalten, dass mehr als 50 % der Vorstandsmitglieder (bestehend aus Vereinsführer, stv. Vereinsführer, Schriftwart und Kassenwart) der NSDAP nahestehenden Organisation (z.B. SA, SS, Stahlhelm) angehören.

Die Wahl des Vereinsführers durch die Mitgliederversammlung bedarf der Bestätigung durch den zuständigen Gauführer.

In einem Rundschreiben vom 1. Mai 1934 an alle Vereinsführer wird darauf hingewiesen, dass jede Vereinsfahne mit einem Hakenkreuzwimpel versehen sein muss.

Im Rahmen der politischen Absicht der Partei hatten sich die Männergesangvereine natürlich den Parteizielen unterzuordnen. So diente der Gesang dem Zwecke, das „deutsche Volksbewusstsein zu stärken, die Gemeinschaft aller Volksgenossen zu fördern, deutsche Art und Volksbildung zu vertiefen und deutscher Geselligkeit zu dienen“.

Es gehörte zu den Pflichten des Vereins, sich in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen, d.h.  z.B. die örtlichen Parteiveranstaltungen mit Gesang zu umrahmen.  

Vom Kreischormeister  Lattmann (Offensen) wurde auf dem Kreissängertag in Barterode am 16. Jan.  1937 gefordert, dass bei der Liedauswahl  "neuzeitliches Liedgut“ gewählt werden sollte, welches „der Gemeinschaft, dem Volksganzen dienen sollte, die den Sänger eingliedern sollte in die Kameradschaft bei Kundgebungen und Liedertagen“. Es sollte eine Abkehr geben von der „Liedertafel-Literatur“.    

 

Es fanden  in den 30-er Jahren weiterhin Sängerfeste, Wertungssingen und Kreissängertage statt, doch die Kriegsjahre 1939 – 1945 ließen die Vereinsarbeit immer mehr schwinden, bis für die Jahre 1945 - 1947 jede Betätigung aller Vereine, auch der Gesangvereine, seitens der Besatzungsmächte verboten wurde.



Wiedergründung des Bundes 1949

Trotz der wirtschaftlichen Not der Nachkriegsjahre oder vielleicht auch gerade deshalb, besannen sich die Sänger auf ihre Vereine und versuchten, auch nachdem die Siegermächte neue Vereinstätigkeiten erlaubt hatten, wieder neues Leben in die Vereine zu bringen. Der Gesang sollte Kraft geben, die schlechte Zeit zu überstehen.

Auf einem kleinen Sängertreffen der Vereine Schoningen, Wiensen und Ahlbershausen auf dem Allenberge bei Schoningen wurde angeregt, den Sollinger Sängerbund wieder ins Leben zu rufen.


Anhand einer früheren Mitgliederliste, die sich in der Hand von Herrn Blomeyer, Uslar, befand,  wurden die ehemaligen Mitgliedsvereine angeschrieben. Am 24.04.1949  ( 2. Ostertag ) trafen sich die Vertreter von 25 Vereinen  in der Gastwirtschaft Bertram in Schoningen und beschlossen, den Sollinger Sängerbund neu zu gründen. 20 Vereine erklärten sofort ihren Beitritt.

 

Die vorgenommene Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Alfred Dettmer, Ahlbershausen

2. Vorsitzender: Fritz Fischer, Schoningen

Kassenwart: Emil Blomeyer, Uslar

Schriftführer: Herbold, Vernawahlshausen

Bundeschormeister  wurde Hauptlehrer Hermann Hesse  aus   Schoningen.                      

Alfred Dettmer bekleidete das Amt des 1. Vorsitzenden bis zu seinem Tod im Jahr 1982. 1976 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


Aus politischen Gegebenheiten musste anfangs der Name „Sollinger Sängergemeinschaft“ gewählt werden. Aber schon ab 1950 wurde dem Bund wieder der alte Name „Sollinger Sängerbund“ gegeben.

Die Vereine beschlossen, die alte Tradition wieder fortzusetzen und das Wertungssingen und die Sängerfeste wieder aufzunehmen. Das erste Wertungssingen des Bundes nach dem Krieg fand am 13. Mai 1950 in Heisebeck statt, an dem 26 Chöre teilnahmen.

Das erste Sängertreffen fand im Wiedergründungsjahr 1949 anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des MGV Fürstenhagen statt.

Die 50-er Jahre

 

Vom 1. bis 3. Juli 1950 wurde in Schoningen  das erste Bundes-Sängerfest nach dem Krieg durchgeführt und gleichzeitig das 100-jährige Bestehen des Männergesangvereins nachgeholt.  Am Sonntagnachmittag  (dieses Festes) nahmen am Festzug über 1400 Sangesbrüder und Sangesschwestern aus 38 Vereinen teil. Der alte Dirigent Willi Etzrodt war gekommen und dirigierte bei der Feierstunde vor der Schule sein Lied „O Solling, du mein Heimatland“. Ebenso wurde das Bundeslied  „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ angestimmt.          

(aus Festschrift 150 Jahre Germania Schoningen, Juli 1996)

 

In den nächsten Jahren folgten Bundes-Sängerfeste in Bodenfelde (1951), Adelebsen (1952)  und Schlarpe (1954).

Der Bundesvorsitzende Alfred Dettmer schlug 1951 vor,  Bundessängerfeste alle 2 Jahre stattfinden   zu lassen, aber schon 1954 wurde beschlossen, Bundessängerfeste nur noch alle 4 Jahre durchzuführen. Da jedoch für ein  Fest solcher Größe eine Menge organisatorischer Arbeit erforderlich ist, entschloss man sich 1957, Bundessängerfeste nur noch alle 5 Jahre durchzuführen.

Um allen Vereinen des Bundes die Möglichkeit zu geben, ein Vereinsjubiläum in Verbindung mit einem Bundessängerfest ausrichten, wurde auf der JHVS 1985 beschlossen, den  5-Jahresturnus abzuschaffen.

 

Der Bund wurde zunächst in vier Gruppen Adelebsen, Schoningen, Bodenfelde und Uslar, ab1952 in sechs Gruppen eingeteilt:  Bramburg, Schwülmetal, Ahletal, Weser, Rehbachtal und Ilmetal. 

 

Um die Leistungen der Chöre zu steigern und das Liedgut zeitgemäßer zu gestalten, wurden gleich nach Wiedergründung des Sollinger Sängerbundes Wertungssingen durchführt, die in den Jahren 1950 und 1951 in den vier Gruppen, von 1952 bis 1956 in den sechs Gruppen durchgeführt wurden. Sie fanden jeweils in den Gruppen bei den einzelnen Vereinen statt.

Ein Lied von den Wertungsliedern war Pflichtlied. Durch die Pflichtlieder versuchte der „Chorrat“, Einfluss auf das Wertungssingen (und das Liedgut) auszuüben.

Als Werter fungierten in den Jahren 1950/52 neben dem Bundeschormeister Hermann Hesse mehrere Chorleiter des Bundes. Dieses waren die Chorleiter Burghagen, Deiß, Greiner, Henne, Hippmann, Schacht, Jürgensen, Schöneseifer. Von 1953 bis 1955 übernahm Herr Professor Dehne, Göttingen, die Wertung, in den folgenden Jahren Herr Mittelschulrektor  Steen aus Bockenem die Wertung.

 

Jedes Jahr fanden in den einzelnen Bezirken Sängerfeste (Bezirkssängerfeste) statt (die Bezirke entsprachen der heutigen Einteilung in Gruppen).  Die einzelnen Bezirke entschieden unter sich, welcher Verein der Ausrichter des nächsten Festes ist.

Ab 1956  wurden die Wertungssingen mit Bezirkssängerfesten verbunden („eine Maßnahme, die diese Singen erst zu Feierstunden werden ließen“  (aus: 5. Bundessängerfest in Schoningen, 1960)).  Das Wertungssingen fand jeweils  sonntags am Vormittag statt. Die Kritik wurde gleich im Anschluss an das Singen bekanntgegeben.  (Außerdem gingen den Vereinen die Wertungen in schriftlicher Form zu.)  

 

Ende der 50-er Jahre wurde der Bund in drei Gruppen, vorher Bezirke, unterteilt (Gruppe Weser, Gruppe Schwülme und Bramburg, Gruppe Ahle, Ilme, Rehbach).

                                                                                                                                                                                           

Die Sängerfeste in den Gruppen fanden regelmäßig bis Anfang der 80-er Jahre statt. Seitdem werden  Gruppen-Sängerfeste an die Vereine vergeben, die ein Jubiläumsfest feiern. Ob und welcher Verein (in der Gruppe) ein Sängerfest feierte, darüber wurde und wird in der Gruppe abgestimmt.

 

Bundessängerfest in Schoningen 1960

 

Der MGV „Germania“ Schoningen feierte vom 2. bis 4. Juli 1960 das 5. Bundessängerfest. Gleichzeitig wurden bei diesem Fest die Gründung des Bundes vor 35 Jahren und die Wiedergründung vor 10 Jahren gefeiert. Auf dem Festkommers hielt der Bundesvorsitzende A. Dettmer die Festansprache. Oberamtmann Nolte (er war bei der Gründung des Bundes Mitglied des MGV „Concordia“ Schlarpe, gehörte zu den Mitbegründern des Bundes und war bis 1929 erster Geschäftsführer des Bundes) berichtete in einem Rückblick über die Geschichte und Gründung des Bundes. Der ehemalige Bundeschormeister Etzrodt (70 Jahre alt) erinnerte an das erste Wertungssingen vor  35 Jahren. Der amtierende Bundeschormeister Hermann Hesse sprach über die 10-jährige musikalische Tätigkeit des Bundes. Die Feierstunde wurde umrahmt durch den Singkreis Oedelsheim, den MGV „Liedertafel“ Uslar, den MGV Schoningen und das Thomas-Streichquartett, Northeim.

Höhepunkt der Sonntagsveranstaltungen  waren die Chorkonzerte, die auf drei Sälen stattfanden und an denen 35 Vereine mitwirkten, und der Festumzug am Nachmittag. Nach der Festansprache des Bundesvorsitzenden A. Dettmer auf dem Festplatz dirigierte der Bundeschormeister H. Hesse einen Massenchor.

 

Chorleitertagungen

 

Auf den Chorleitertagungen, die jedes Jahr im Sommer stattfanden, wurden vom Chorrat Lieder  aus-gesucht, die den Vereinen als Probepartitur zur Verfügung gestellt wurden. Aus diesen Vorschlägen, die mit einem Kommentar / einer Erläuterung des Bundeschorleiters versehen waren, konnte von den einzelnen Vereinen ein Lied als Pflichtlied ausgewählt werden. Die Noten wurden dann vom Bund für die Vereine bestellt (Sammelbestellung), welche die Partituren/Lieder bezahlen mussten.  Das Kürlied konnte frei gewählt werden.  

 

Die Chormeister / Bundeschorleiter des Sängerbundes

 

Der erste Chormeister nach Wiedergründung des Bundes Hermann Hesse aus Schoningen, verzog 1963 aus beruflichen Gründen nach Northeim. Seine Nachfolge trat im Herbst 1963 Franz Hoffmann (Konrektor) aus Höxter an, der bis 1965 im Amt blieb.  Von 1965 bis 1977 war Volksschullehrer und Organist Hans-Joachim Doerfel (er verstarb im Juni 1977) aus Derental Bundeschorleiter. Ihm folgte von 1978 bis 1980 der Pastor Johannes Küllig aus Schoningen. Heinrich Bunzendahl aus Uslar war von 1980 bis 1992 Bundeschorleiter. Gerhard Fricke aus Uslar nimmt seit 1992 dieses Amt mit großem Engagement war.                                     

 

Auf der JHV 1967 wurde der Beschluss gefasst, die Wertungssingen nicht mehr in Verbindung mit Sängerfesten zu veranstalten, sondern hierfür gesonderte Termine anzusetzen. Die Begründung war, dass die Sängerfeste meistens im Juli abgehalten wurden, während die ländlichen Vereine allgemein schon ab Mai eine Sommerpause einlegten. Auch könnten dann kleine Vereine, die kein größeres Fest übernehmen konnten, in den Genuss eines Wertungssingens kommen. Die Wertungssingen  fanden weiterhin innerhalb der drei Gruppen statt, wechselweise bei den einzelnen Vereinen. Beginn der Veranstaltungen war 19.30 Uhr  (zum Teil mit anschließendem Tanz).

 

Tonbandaufnahmen

 

1969 wurden zum ersten Mal beim Wertungssingen Tonbandaufnahmen gemacht. Die Werter hatten nun die Möglichkeit, die beim Wertungssingen aufgenommen Lieder einer besseren Bewertung zu unterziehen und die Vereine konnten durch Abspielen der Bänder, und mit den vorliegenden Wertungen, etwaige Mängel im Liedvortrag deutlicher  erkennen und dadurch besser abstellen.

                                                                                                                                                                                           

Dieses Gerät wurde von Herrn Tippmann, wohnhaft in Arenborn (später Hofgeismar), leihweise den Vereinen zur Verfügung gestellt.

Ein eigenes Tonbandgerät (Marke UHER) schaffte sich der Bund 1972 an, das nicht nur bei den Wertungssingen eingesetzt wurde, sondern auch von den Mitgliedsvereinen ausgeliehen werden konnte. Die Betreuung dieses Gerätes lag in den Händen von Herrn Walter Schwarzer, Ahlbershausen.

 

Krise des Bundes

 

Im Jahr 1971 kam es für den Sängerbund (SSB) zu einer Krise. Der Mitteldeutsche Sängerbund trat an einige Vereine des Bundes heran, um sie abzuwerben. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung im Mai 1971 wurde dieses Problem mit den Mitgliedsvereinen des Bundes erörtert. In einem Rundschreiben an die Mitgliedsvereine im April 1971 wurden die Ziele, der Zweck, die Aktivitäten  und die Betreuung der Vereine durch den Bund dargelegt.

 

In verkürzter Form Auszüge aus diesem Schreiben (Rundschreiben Nr. 4/71):  

- Durch das jährlich stattfindende Wertungssingen und mit den damit verbundenen schriftlichen Beurteilungen durch den bzw. die Werter haben die Chöre des Bundes eine Steigerung in ihrer Leistung erreicht. Durch die  Vorgaben des Chorrates, neue Lieder einzuüben, wird das Liedgut der Chöre reichhaltiger. 

- Die Chorleiterschulungen, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurden und auch weiterhin durchgeführt werden sollen, dienen dazu, für einen Nachwuchs der Chorleiter aber auch aktiver Sänger zu sorgen.

- Bei der Durchführung /Organisation von Sängerfesten war und ist der Vorstand des Bundes behilflich. Durch die Verpflichtung der Vereine in den Gruppen zur Teilnahme an den Festen und der Entrichtung eines Festbeitrages unterstützen sich die Mitgliedsvereine des Bundes.

 - Die Mitgliedsbeiträge der Vereine (der Beitrag betrug 1961 DM 1,50 je aktiven Sänger und DM 1,-- je aktive Sängerin) sowie die Zuschüsse der Landkreise kommen den Vereinen wieder zu Gute, z.B. in Form eines jährlichen kostenlosen Notensatzes.

- Die Mitgliedsvereine haben für die gemeldeten aktiven Mitglieder Versicherungsschutz (Unfall- und Haftpflichtversicherung)         

 

Der MGV Karlshafen, der dem Bund 1961 beigetreten war, erklärte Aufgrund dieser Abwerbungsversuche seinen Austritt. Der MGV Gottsbüren, an den der Mitteldeutsche Sängerbund ebenfalls heran-getreten war, konnte im Bund gehalten werden.

 

Bis Anfang der 80-er Jahre wurden alle Schreiben, die an die Vereine verschickt wurden, wie z.B. Einladungen zur Jahreshauptversammlung, Bekanntgabe von Terminen zum Wertungssingen und Sängerfesten,  Informationen des Vorstandes, als „Rundschreiben“ bezeichnet. Der Schriftverkehr an die Vereine war sehr  umfangreich. Der  Geschäftsführer Ferdinand Hartmann teilte in seinen Jahresbericht 1968 mit, dass er in dem abgelaufenen Geschäftsjahr  500 (!!!) Briefsachen  verschickt hatte.

 

Die  Jahreshauptversammlungen fanden immer am letzten Sonntag im Januar eines jeden Jahres statt und wurden Jahr für Jahr in die einzelnen Gruppen vergeben.

 

Sonderfahrten

 

Um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt innerhalb des Bundes zu fördern, wurde für das Jahr 1978 geplant, eine Bahnfahrt (Sonderfahrt der Bundesbahn) nach Garmisch-Partenkirchen und eine Schiffsreise nach Göteborg zu unternehmen. Diese Fahrten wurden aber nicht durchgeführt, da die Fahrt nach Göteborg zu teuer und für die Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen sich zu wenige Personen angemeldet hatten.

 

Das Jahr 1982   

 

Alfred Dettmer, der 1948 zum 1.Vorsitzenden nach Wiedergründung des Sollinger Sängerbundes gewählt wurde, verstarb am  6. Januar 1982 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren. Mit Geschick und Elan hatte er über 20 Jahre für den Sängerbund gearbeitet und mit seiner Tatkraft das Gesicht des Bundes geprägt.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 31.01.1982 in Wiensen wurde Waldemar Siebrecht aus Uslar zu seinen Nachfolger gewählt. Seit dieser Zeit versieht er (bis zum heutigen Tag) dieses Amt mit Engagement und Herz.

 

„Der singende, klingende Sensenstein“ 

 

Der Landrat des Landreises Kassel Herr Willi Eiermann regte 1983  eine enge Zusammenarbeit aller im Landkreis Kassel wirkenden Sängerkreise und -bünde an.

Im 11.November 1983 fand im Kaminzimmer auf der (Jugend-) Burg Sensenstein (bei Kaufungen, südöstlich von Kassel) das erste „Kamingespräch“ statt. Anwesend waren Repräsentanten aller Sängerkreise und Sängerbünde des Landkreises Kassel (Allgemeiner Deutscher Sängerbund, Sollinger Sängerbund, Warmetal Sängerbund sowie die zum Mitteldeutschen Sängerbundes gehörenden drei Sängerkreise Kassel, Fulda-Werra-Weser und  Reinhardswald-Diemel). Der  Sollinger Sängerbund war vertreten durch den 1. Vorsitzenden Waldemar Siebrecht und dem Geschäftsführer Gerd Nolte.

 

Der 1. Sängerwettstreit fand am Sonntag, den 8.Juli 1984, unter dem Motto „Der singende, klingende Sensenstein“ auf dem Gelände der Burg Sensenstein bei Kassel statt. Die Veranstaltung begann  um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst und endete  um 18.00 Uhr auf dem Festzelt mit dem gemeinsamen Lied „Brüder reicht die Hand zum Bunde“. Auf  4 Bühnen haben 38 Chöre und Chorgemeinschaften mit über 1800 Sängerinnen und Sängern gesungen.

Vom SSB haben folgende Vereine an diesem Sängerfest teilgenommen:  der MGV Adelebsen, der MGV Arenborn, der Gem. Chor Heisebeck, der MGV Oedelsheim und der Chor der Landfrauenvereine Oedelsheim. Die Buskosten übernahm (für alle im Landkreis Kassel ansässigen Sängerbünde /-kreise) der Landkreis Kassel.

 

In den folgenden Jahren wurden im Abstand von zwei Jahren die Kamingespräche  sowie die Sängerfeste auf dem Sensenstein durchgeführt. Anfang der 90-er Jahre wurden diese Veranstaltungen (aus Kostengründen!?) eingestellt.

 

Wertungssingen in „neuer Form“

 

Seit 1982 findet das Wertungssingen für alle Vereine regelmäßig im Frühjahr im Forum der Heinrich-Roth-Gesamtschule in Bodenfelde statt, aber immer noch in den drei Gruppen und an drei Tagen (Freitag, Samstag und Sonntag). Von 1985 bis 1990 wurden die Vereine zu den Wertungssingen ausgelost (es wurde „Wertungssingen in neuer Form“ genannt), damit die Gesangvereine auch Chöre der anderen Gruppen hören und kennenlernen konnten. Es bestand aber die Möglichkeit, den Termin mit einem anderen Verein zu tauschen. Seit 1988 wird das Wertungssingen an zwei Wochenenden und vier Abenden (jeweils Freitag und Samstag) durchgeführt. Ausrichter der Veranstaltungen sind im Wechsel die beiden Bodenfelder Gesangvereine, der MGV von  1865 Bodenfelde (mit dem Frauenchor im MGV 1865 Bodenfelde) und der Sängerclub „Weserlust“ Bodenfelde.

Die Werter beim Wertungssingen sind seit 1968 der Kantor Waldemar Rumpf aus Dransfeld-Varmissen  und seit 1973 der Musikpädagoge Helmut Lange aus Hohenhameln.

 

Neue Satzung/Geschäftsordnung

 

Nachdem das Amtsgericht Northeim den Vorstand des SSB um Überprüfung der Satzung gebeten hatte, wurden 1977 einige Paragraphen  der bestehenden Satzung, die 1954 erstellt wurde, geändert.

Da diese (alte) Satzung des Bundes nicht mehr zeitgemäß war, machte sich der Vorstand des SSB 1995 an die Arbeit, eine neue Satzung zu erarbeiten und in diesem Zusammenhang dem Bund eine Geschäftsordnung zu geben. In dieser (neuen) Satzung ist  u.a. die Zusammensetzung des Vorstandes festgelegt. Bisher setzte sich der Vorstand aus dem 1. und 2. Vorsitzenden, dem Kassenwart, dem Schriftführer sowie dem Chormeister  und den Beisitzern zusammen.  Nach der neuen Satzung besteht der Vorstand aus dem engeren und dem erweiterten Vorstand. Zum engeren Vorstand gehören der erste und der zweite Vorsitzende, der Geschäftsführer, der Rechnungsführer, der Bundeschorleiter, der Schriftführer und der Ehren-Chorleiter.

Zum Ehren-Chorleiter auf Lebenszeit wurde 1995 Willi Schulze aus Schoningen gewählt.  Seit 1950 gehörte er dem MGV Schoningen an und wurde nach dem Weggang des ehemaligen Bundeschorleiters und Dirigenten Hermann Hesse nach Northeim (1963) dessen Nachfolger und dirigierte zeitweise 7(!) Chöre im SSB. Für sein großes Engagement für die Musik wurde er 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Zum erweiterten Vorstand gehören die Gruppenleiter der drei Gruppen sowie deren Stellvertreter.

Des Weiteren wurden zur Geschäftsordnung Merkblätter ausgearbeitet, in welchem die Veranstaltungen des Bundes, wie Bundes- und Gruppensängerfeste, Gruppentagungen und Generalversammlung, Ehrungen sowie Aufgaben der Gruppenleiter, festgelegt sind.

Die Geschäftsordnung wurde auf der Herbstgruppentagung im Oktober 1995 in Delliehausen der Versammlung vorgestellt und auf der Jahreshauptversammlung 1996 in Ahlbershausen von den anwesenden Vertretern der Mitgliedsvereine des SSB genehmigt.

Maßgebliche Arbeit an der Ausarbeitung der neuen Satzung und der Geschäftsordnung haben geleistet Manfred Nickel, Heisebeck, und Horst Rennemann, Volpriehausen.

 

Bis 1986 fanden jeweils im Frühjahr  und im Herbst in den einzelnen Gruppen  Tagungen  (Versammlungen) statt. Von 1987 bis 1995 wurde für alle drei Gruppen zusammen die Herbstgruppentagung/Gesamtgruppentagung durchgeführt. Einmal, und zwar 1987, fand eine Gesamtgruppentagung (Tagung aller Vereine) im Frühjahr statt.

Nach der neuen  Geschäftsordnung finden seit Herbst (Oktober) 1996 die Herbstgruppentagungen wieder in den drei Gruppen statt, um in kleineren Versammlungen, in kleineren Rahmen, eine bessere Möglichkeit der Aussprache  über Probleme, Anregungen usw. zu haben.

 

Feier zur Gründung bzw. Wiedergründung des Bundes / Jubiläumsfeier 1999

 

Im Rahmen der 50. Jahreshauptversammlung am 31. Januar 1999 in der Schwülmetalhalle in Vernawahlshausen wurde die Gründung bzw. Wiedergründung des Sängerbundes (50 bzw. 75 Jahre) gefeiert. Die erste Hälfte der JHVS wurde als „normale“ Versammlung abgehalten, in der zweiten Hälfte fand die Jubiläumsfeier statt, die einrahmt wurde durch die Liedvorträge des MGV „Eintracht“ Sohlingen,  des MGV „Harmonie“ Wiensen  und des MGV „Concordia“  Delliehausen (diese Gesangvereine feierten 1999 ihr 125-jähriges Bestehen) und des Sängerclubs „Weserlust“ Bodenfelde (gegründet 1924).  Eingeladen und erschienen waren  die ehemaligen  Bundeschorleiter Franz Hoffmann (wohnhaft in Höxter)  und Johannes Küllig (wohnhaft in Bad Harzburg). Anwesend war ebenfalls Herr Waldemar  Rumpf, der über 30 Jahre als Werter beim Wertungssingen tätig ist. Herr Helmut Lange, seit fast 30 Jahren Werter, konnte an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen.

Zu dieser Veranstaltung waren außerdem Vertreter der Gemeinde Vernawahlshausen, der Samtgemeinde Bodenfelde, der Stadt Uslar, des Landkreises Northeim und des  Landkreises Kassel erschienen.

In seiner Festrede hielt der 1. Vorsitzende des Sollinger Sängerbundes, Waldemar Siebrecht, einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Bundes. Des Weiteren  würdigte er in seiner Rede die Verdienste von  Herrn Alfred Dettmer, der maßgeblichen Anteil  an der Neugründung  des Bundes hatte und über 30 Jahre 1. Vorsitzender war. Er dankte allen Chorleitern, allen voran  Herrn Willi Schulze, für ihren ständigen Einsatz um den Chorgesang. Aber auch allen Sängerinnen und Sängern und den Vorstandsmitgliedern  der dem SSB angeschlossenen Vereine.

Herr Rudolf Behr (88 Jahre) aus Schoningen wurde in der JHVS 2000 im Dorfgemeinschaftshaus  Sohlingen nachträglich für seine Arbeit im Sängerbund geehrt. Er war von 1950 bis 1961 Schriftführer des Bundes und das einzige noch lebende Mitglied des Vorstandes aus den Anfangsjahren des SSB nach der Wiedergründung 1949.


Nächstes Jahrhundert/Jahrtausend


Hagen Jäger (Bad Karlshafen), konnte 2006  als Werter gewonnen werden.


Der erste Sollinger Chortag findet im Juni 2006 in und außerhalb der Johanniskirche in Uslar statt. Bei herrlichem Wetter sangen die Chöre in der Kirche und wurden außerhalb vom Uslarer Wirte-Workshop mit Essen und Trinken versorgt.

Den nächsten Sollinger Chortag  richtete der Gesangverein Schönhagen am 29. Mai 2010 auf dem Expo-Gelände bei Schönhagen aus. Die teilnehmenden Chöre sangen im Glashaus. Und bei herrlichem Wetter hatte man einen wunderbaren Blick ins Ahletal.

Waldemar Siebrecht trat im Januar 2007 auf der JHV in Boffzen zurück. Auf der JHV 2008 in Verliehausen  wurde  Kurt Dannenberg (Schönhagen) zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem er das Amt kommissarisch ein Jahr wahrgenommen hatte.

Gerd Fricke, Uslar, der seit 1992 Bundeschorleiter war, starb im Dezember 2004 nach langer, schwerer Krankheit.

Auf der JHV 2005 wurde Martin Vogler (Scheden-Meensen) zum Bundeschorleiter gewählt.  Im Januar 2008 trat er  zurück und der Kirchenkantor Waldemar Rumpf (Varmissen)  wurde auf der JHV 2009 in das Amt gewählt. Bis zu diesem Zeitpunkt war er neben Helmut Lange (Hohenhameln) seit 1968!! Werter beim Wertungssingen. Helmut Lange war bis 2004 Werter.

Im Februar 2010 starb Waldemar Rumpf.

 

Marina Solowjewa (Höxter), Diplommusikerin, wurde auf der JHV 2011 in Vernawahlshausen zur ersten Bundeschorleiterin des SSB gewählt.


Waldemar Siebrecht starb nach langer Krankheit am 13. März 2011. Die Trauerfeier für ihn war am 18.03.2011 auf dem Uslarer Friedhof.


Auf der Jahreshauptversammlung am 29.01.2012 in Fürstenhagen trat Kurt Dannenberg als 1. Vorsitzender zurück und Hubert Schudnagis aus Boffzen übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden des SSB. Kurt Dannenberg wurde sein Stellvertreter.

 

Im Jahr 2012 fand der 3. Chortag in der Klosterkirche in Lippoldsberg statt. Der Zuspruch durch die Vereine des SSB und der Zuschauer war gut. Nur das Wetter war mies.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 2013 wurde Kurt Dannenberg zum Ehrenvorsitzenden des SSB ernannt.


Der Kirchenkantor Christoph Burghardt aus Bad Pyrmont konnte 2011als zweiter Werter für das Wertungssingen gewonnen werden. Er wertete auch in den Jahren 2012, 2013 und 2014.

Ab 2014 wurde Hagen Jäger als Werter beim Wertungssingen nicht mehr eingesetzt. Gesangspädagoge Torsten Derlin (Nörten-Hardenberg) konnte für diese Aufgabe neben Christoph Burghardt gewonnen werden.


Am 7.09.2014 fand der 4. Sollinger Chortag  in Boffzen in der Erlöser-Kirche statt. Der MGV Boffzen hatte eingeladen und in diesem Zusammenhang wurde auch das 90-jährige Bestehen des SSB gefeiert.  Von den 24 Vereinen des SSB hatten sich etwa 13 zum Chortag angemeldet. Einige Vereine sagten kurzfristig ihre Teilnahme ab, was sehr schade / bedauerlich war. Es traten aber einige Gastchöre auf, die die Veranstaltung bereicherten. Kaffee und Kuchen wurde von den Frauen der Kirchengemeinde bereitgestellt und auf dem Kirchenvorvorplatz wurden Lieder gesungen bzw. vorgetragen.


Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2015 trat Kurt Dannenberg aus Altersgründen als 2. Vorsitzender zurück. Er war über 20 Jahre im Vorstand des SSB. Karl-Heinz Sermond aus Oedelsheim übernahm dieses Amt.


Im Jahr 2015 war Musikpädagoge Markus Güldenring aus Bad Pyrmont einziger Werter. Er fungiert in den folgenden Jahren weiterhin als Werter.

 

Jens Siebert aus Fürstenhagen, Gruppenleiter der Gruppe Ahle-Ilme-Rehbach wurde auf der JHV 2016 in Offensen zum neuen Rechnungsführer gewählt. Er löste Annegret Koberstädt (Schönhagen) ab, die dieses Amt seit 1994 bekleidete. Bei Annegret Koberstädt bedankte sich der SSB auf der Versammlung für ihre langjährige Tätigkeit mit einem Präsentkorb.